ZVA: Gesundheits-Handwerke setzen Kooperation fort
von Redaktion,
Der ZVA begrüßt die Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft der Gesundheits-Handwerke. Mit der neuen Kooperations-Vereinbarung für die Jahre 2027 bis 2031 möchten die fünf beteiligten Verbände ihre gemeinsame Stimme in der Gesundheits-Politik stärken.
Im Rahmen ihrer diesjährigen Klausurtagung am 2. Juli in Berlin haben die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), der Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) und der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) eine neue fünfjährige Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet und führen damit ihre seit Jahren bewährte Zusammenarbeit fort
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Für den ZVA, der in der Arbeitsgemeinschaft die Augenoptik und Optometrie vertritt, sei diese Zusammenarbeit ein wichtiger Baustein, um die besonderen Anliegen der augenoptischen Betriebe in den gesundheits-politischen Diskurs einzubringen.
Anforderungen an Sehhilfen-Versorgung steigen
Neben dem demografischen Wandel, Fachkräfte-Sicherung und Digitalisierung betrifft die Betriebe die zunehmende Bürokratie und die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Hilfsmittel-Versorgung unmittelbar.
ZVA-Präsident Kai Jaeger unterstreicht deshalb die Bedeutung der erneuerten Kooperation: „Die anstehenden gesundheits-politischen Weichenstellungen verlangen nach Geschlossenheit, fachlicher Tiefe und einem klaren Blick auf die Versorgungsrealität. Genau dafür steht unsere Kooperation. Wenn wir als Gesundheits-Handwerke gemeinsam handeln, erhöhen wir die Sichtbarkeit unserer Themen und stärken zugleich die Qualität und Stabilität der Versorgung. Diese Zusammenarbeit ist deshalb ein entscheidender Baustein für die Zukunft unserer Berufe und unserer Betriebe.“
ZVA setzt sich für berufspolitische Belange ein
In eigenen Stellungnahmen, Presse-Informationen und Positions-Papieren bringt der ZVA regelmäßig konkrete Reformvorschläge ein – etwa zur flächendeckenden Versorgung gesetzlich Versicherter mit Brillen und Kontaktlinsen.
Zu den zentralen Forderungen zählen unter anderem eine spürbare Entbürokratisierung des Präqualifizierungs-Verfahrens, ein modernes Festzuschuss-System für Sehhilfen, eine kompetenz-orientierte Aufgaben-Verteilung in der Hilfsmittel-Versorgung, praxistaugliche digitale Verfahren sowie der Zugang der Augenoptik zur elektronischen Patienten-Akte und eine kostendeckende Anbindung an die Telematik-Infrastruktur.
Gerade im Zusammenschluss der Gesundheits-Handwerke erhielten diese Anliegen zusätzliches politisches Gewicht. Die Arbeitsgemeinschaft bündele die Expertise von fünf Gewerken, die in Deutschland täglich Millionen Menschen mit individuell hergestellten, ausgewählten und angepassten Hilfsmitteln sowie Zahnersatz versorgen.
Gemeinsam könnten die Verbände gegenüber Politik, Krankenkassen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen deutlich machen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit hochwertige, wohnortnahe und wirtschaftlich tragfähige Versorgung auch künftig gesichert bleibt.
Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheits-Handwerke vereint den Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), den Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), den Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sowie den Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) unter dem Dach des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Deutschlandweit gibt es etwa 30.000 Betriebe der Gesundheits-Handwerke, die rund 192.000 Menschen beschäftigen, darunter rund 17.000 Auszubildende.