Im Insolvenz-Verfahren der Ferdinand Menrad GmbH wurde Ende März das Sozialplan-Volumen ausgezahlt. Die Summe für die mehr als 100 ehemaligen Mitarbeiter beträgt rund eine Million Euro und entspricht dem 2,5-Fachen der monatlichen Lohn- und Gehaltssumme.
Menrad-Hauptverwaltung in Schwäbisch Gmünd (Bild: Menrad)
Der entsprechende Antrag des Insolvenz-Verwalters Florian Zistler sei vom Amtsgericht Aalen genehmigt worden. Das Gesamtvolumen eines Sozialplans in einem Insolvenz-Verfahren ist gemäß § 123 InsO auf das 2,5-fache der monatlichen Gehaltssumme der betroffenen Arbeitnehmer begrenzt. Zudem darf das Sozialplan-Volumen nicht mehr als ein Drittel der Insolvenz-Masse betragen.
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Rechtsanwalt Zistler erklärte Ende März: „In dieser Woche erfolgte die Auszahlung von knapp einer Million Euro an die ehemaligen Mitarbeiter. Die maximale Summe wurde damit vollständig ausgeschöpft. Das war nur möglich, weil wir in den vergangenen Monaten gute Verwertungs-Erlöse erzielt haben.“
Der Brillenhersteller Menrad mit Hauptsitz in Schwäbisch Gmünd musste vor einem Jahr im März 2025 einen Insolvenz-Antrag stellen. Das Amtsgericht Aalen eröffnete das Insolvenz-Verfahren über das Vermögen der Ferdinand Menrad GmbH + Co. KG Ende Mai 2025 und bestellte Florian Zistler von Pluta zum Insolvenz-Verwalter. Da kein Investor den gesamten Betrieb übernehmen wollte, veräußerte der Verwalter die Markenrechte und die internationalen Beteiligungen von Menrad.