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KGS-Brillenträger des Jahres 2025

eye stars: Bjarne Mädel

Ein Prominenter, für den gutes Sehen Teil eines bewussten Auftritts ist, hat grundsätzlich gute Chancen, die Auszeichnung des Kuratorium Gutes Sehen (KGS) zum „Brillenträger des Jahres“ zu erhalten. Schauspieler und Regisseur Bjarne Mädel zeige zudem, dass eine Brille kein Makel ist, sondern ein Ausdruck von Persönlichkeit, Stilbewusstsein und Authentizität. Bjarne Mädel ist also der aktuelle und 20. Preisträger.

KGS-Brillenträger des Jahres 2025 ist Bjarne Mädel
Zum „Brillenträger des Jahres“ wurde 2025 vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS) der Schauspieler Bjarne Mädel gekürt (Bild: KGS)

Das KGS möchte mit der Verleihung dieses Titels mediale Aufmerksamkeit schaffen und die gesellschaftliche Wahrnehmung des Brille-tragens nachhaltig verändern. Bjarne Mädel – bekannt unter anderem aus den TV-Serien „Stromberg“, „Der Tatortreiniger“ und „Mord mit Aussicht“ – trage seine Brille so selbstverständlich, wie er seine Figuren verkörpere. Mit seiner nahbaren Art mache er Mut, zur Brille zu stehen und Vorbehalte hinter sich zu lassen, so das KGS.

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Der Schauspieler korrigiert seit 2017 mit seinen Brillen eine „weise Alters-Weitsicht“, wie er es ausdrückt; das erste Modell damals von Hamburg Eyewear hieß passenderweise auch „Bjarne“. „Das allein hat mich sofort überzeugt“, meint Bjarne Mädel trocken. Im Interview anlässlich der Preis-Bekanntgabe verrät der Preisträger mehr von seiner Sicht auf die Brille.

Nachgefragt bei: Bjarne Mädel

Welche Eigenschaften muss eine Brille für Sie haben, damit Sie sagen: „Die passt zu mir“?

Das ist wie bei Kleidungsstücken eines guten Kostüms: Sie sollten sich für mich nicht wie ein Ko­stüm anfühlen, sondern so, als hätte ich sie schon immer angehabt. Das ist ein intuitives Gefühl, man sieht sich im Spiegel an und das, was man da sieht, wirkt vertraut und eben nicht verkleidet. Und sie muss mich so aussehen lassen, wie ich bin. Also extrem cool, eben lässig und intellek­tuell.

In vielen Ihrer Rollen sind Sie ohne Brille zu sehen. ­Insgesamt tauchen Brillen im Film und Fernsehen eher selten auf. Wie erleben Sie das? Und welchen Stellenwert hat die Brille für Sie persönlich, wenn die Kamera aus ist?

Oft wird beim Film aus ganz pragmatischen Gründen auf Brillen verzichtet, weil sie nun mal – selbst, wenn sie professionell entspiegelt sind – Lampen oder andere Beleuchtungsquellen spiegeln und den Dreh, der eng gesteckt ist, dadurch aufhalten und das dann sofort Geld kostet, welches überall … auch… „eng gesteckt“ ist.

Zum Stellenwert: Für mich ist meine Brille ein notwendiger Gebrauchsgegenstand, daher behandle ich sie leider nicht so gut, wie sie es verdient hätte.

In Deutschland zögern gerade Menschen in den „mittleren Jahren“ immer noch, eine Brille zu tragen. Sie fürchten, damit an Jugendlichkeit und Attraktivität zu verlieren. Was würden Sie diesen Menschen mit auf den Weg geben?

Da würde ich „Bernd Stromberg“ zitieren, der ja zu Recht sagt: „Man ist immer nur so alt, wie man sich anfühlt.“ Eine schlechte unfreie Geisteshaltung und Humorlosigkeit sind für mich unattraktiv, eine Brille dagegen nicht. Obwohl, es gibt da schon auch grenzwertige Gestelle. Aber um zwanghaft jugendlich zu wirken, kann man ja auch weiterhin einfach kurze Hosen tragen.

/// KGS / Redaktion

 

Artikel aus der eyebizz 1.2026 (Januar/Februar)