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Unter Organisation des AOV NRW

Erstmals digitale theoretische Gesellenprüfung in NRW

Zum ersten Mal fand Ende März unter der Organisation des AOV NRW (Dortmund) eine theoretische Gesellenprüfung Teil 1 im Augenoptiker-Handwerk in NRW in digitaler Form statt. 329 Prüflinge stellten sich den 60 Multiple-Choice-Fragen in Hagen.

Digitale Gesellen-Pruefung NRW 2026 c AOV NRW
Erste digitale Gesellen-Prüfung in NRW Ende März 2026 (Bild: AOV NRW)

„Die Entscheidung für eine digitale Prüfung fiel bereits vor zwei Jahren. Wir haben mit einem Lehrjahr begonnen, das die Berufskollegs auf diese Form der Prüfung vorbereiten konnten“, sagt Ute Limberg, Geschäftsführerin Augenoptiker- und Optometristen-Verband NRW (AOV NRW).

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In NRW sei man von der neuen Durchführungs-Art überzeugt: „Wir begrüßen dieses moderne und effiziente Format. Gerade in der Ausbildung ist uns ein hoher, am neuesten Stand des Wissens und der Technik orientierter Standard wichtig.“

Neben Modernität und Effizienz spiele aber auch ein weiterer Punkt eine wichtige Rolle, erklärt Michael Reith, verantwortlich für die Organisation der Gesellenprüfung beim AOV NRW und involviert in die Erstellung der Prüfungs-Aufgaben durch den Aufgaben-Erstellungs-Ausschuss: „Nicht für jeden ist Deutsch die Muttersprache, aber auch Muttersprachler tun sich mitunter schwer, Antworten frei zu formulieren. Bei der Prüfung geht es uns nicht darum, Rechtschreibung und Grammatik zu prüfen, es geht um die fachliche Kompetenz. Dafür ist eine digitale Prüfung im Multiple-Choice-Verfahren gut geeignet.“

AOV NRW: Intensive Vorbereitung

Nach intensiver Vorbereitung war es am 26. März so weit. 329 Prüflingen fanden sich zu ihrer theoretischen Teil-1-Prüfung in der Stadthalle in Hagen ein, um in zwei Gruppen (vormittags und mittags) ihr Wissen unter Beweis zu stellen.

„Hagen ist zentral gelegen in NRW. Bei der Einteilung der Gruppen haben wir darauf geachtet, dass diejenigen mit längerer Anreise in der zweiten Gruppe geprüft wurden, sodass sie stressfrei anreisen konnten. Es standen aber auch Übernachtungs-Möglichkeiten im direkt an die Stadthalle grenzenden Hotel zur Verfügung, für diejenigen, die schon einen Tag früher anreisen wollten“, so Limberg.

Für einen reibungslosen Ablauf wurden im Vorfeld zwei Informations-Veranstaltungen angeboten, in denen der Ablauf der Prüfung erläutert wurde. Außerdem stand Interessierten eine Übungs-Prüfung mit den verschiedenen Fragen-Möglichkeiten zur Verfügung. „Die Prüfung war im Multiple-Choice-Verfahren aufgebaut. Für 60 Fragen hatten die Prüflinge 90 Minuten Bearbeitungs-Zeit“, erklärt Ute Limberg.

Nach der Prüfung fiel nicht nur von den Prüflingen die Anspannung ab: „Wir sind zufrieden. Es gab keine technischen oder organisatorischen Probleme. Kleinigkeiten werden wir anpassen, aber alles in allem hat sich die intensive Arbeit im Vorfeld ausgezahlt und unsere Premiere ist gut gelungen“, resümiert Stefan Domschat vom AOV NRW, mitverantwortlich für die Organisation der Prüfung.

Zahlreiche Ehrenamts-Träger aus dem Bereich der Gesellenprüfungs-Ausschüsse sowie Lehrkräfte der Berufskollegs unterstützten bei der Anmeldung und als Aufsicht. Sie alle wollten beim ersten Mal dabei sein.

 

Quelle: AOV NRW