Vom 6. bis 9. Januar findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show (CES) statt, auf welcher auch die neuesten Augmented-Reality-Brillen vorgestellt werden. Rund ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen könnte sich vorstellen, künftig eine solche AR-Brille zu nutzen, so eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom (Berlin).
Smarte Brillen werden 2035 laut Bitkom zu unserem Alltag gehören – rund ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen kann sich vorstellen, künftig eine AR-Brille zu nutzen (Bild: Pixabay / Tung Lam)
Technik auf der Nase statt in der Hand: Smarte Brillen, mit denen man zum Beispiel Musik hören, telefonieren, Fotos aufnehmen oder per Sprachbefehl das Internet nutzen kann, sind seit einiger Zeit im Handel erhältlich. 39 Prozent der Deutschen sind grundsätzlich offen, solche Geräte zu tragen.
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Als nächste Stufe gelten Augmented-Reality-Brillen, die darüber hinaus virtuelle Inhalte in das reale Sichtfeld einblenden können und auch gerade auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt werden. Insgesamt kann sich rund ein Viertel (26 Prozent) der Deutschen vorstellen, künftig eine solche AR-Brille zu nutzen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.209 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
AR-Brillen: Unterschiede zwischen Altersklassen
Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersklassen. Besonders groß ist das Interesse an AR-Brillen bei den 16- bis 29-Jährigen: Hier können sich 35 Prozent vorstellen, eine AR-Brille zu tragen. Auch bei den 30- bis 49-Jährigen ist die Zustimmung mit 34 Prozent überdurchschnittlich. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind 23 Prozent offen, in der Gruppe ab 65 Jahren nur 15 Prozent.
„Die Entwicklung von alltags-tauglichen AR-Brillen für den Massenmarkt läuft auf Hochtouren. Wenn Technik, Komfort und Preis in ein ausgewogenes Verhältnis kommen, könnten AR-Brillen in wenigen Jahren so alltäglich sein wie das Smartphone“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom.
Mehrwert von smarten Brillen
Knapp die Hälfte der Bevölkerung sieht schon heute einen Mehrwert in smarten Brillen – unabhängig davon, ob sie eine visuelle (AR-)Komponente besitzen oder wie bisher lediglich über Lautsprecher Informationen ausgeben. 47 Prozent der Deutschen könnten sich vorstellen, smarte Brillen zu verwenden, um Informationen zu historischen Gebäuden in der Umgebung zu erhalten. Relativ hoch ist mit 42 Prozent auch der Anteil derer, die eine solche Brille gerne für Weg-Beschreibungen nutzen würde. Mit nur 18 Prozent ist die Möglichkeit, via Brille Informationen zu Menschen in der Umgebung zu erhalten, deutlich weniger gefragt.
Dass solche Brillen potenziell unbemerkt filmen oder fotografieren können, ist für viele zugleich ein unangenehmer Gedanke: 60 Prozent der Deutschen sagen, dass sie diese Vorstellung beunruhigt.
„Die Hersteller smarter Brillen sind sich der damit verbundenen Herausforderungen durchaus bewusst. Aktuelle Modelle verfügen deshalb häufig über sichtbare Status-Anzeigen, etwa eine gut erkennbare LED, die signalisiert, wenn damit ein Video aufgenommen oder ein Foto gemacht wird. Das soll für mehr Transparenz und Sicherheit sorgen“, so Klöß.