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Eyeditorial der eyebizz 3.2026

Auf Zwischentöne achten

Liebe eyebizz-Community,

ein Zwischenton kann eine feine Nuance zwischen zwei Farben oder Lauten sein. Aber natürlich gibt es Zwischentöne auch verbaler Natur, wo sie auf eine mehr oder weniger subtile Art manchmal gar boshaft tiefere Botschaften vermitteln oder zumindest andeuten möchten. Lassen wir das Boshafte gerne mal weg, so finden sich in dieser eyebizz-Ausgabe jede Menge Nuancen im EXTRA, mehr als Zwischentöne, auf die ich mich aber erst einmal stürzen möchte.

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Björn Wecker, seines Zeichens Geschäftsführer von eyes + more, fordert den Markt heraus. Dieses Mal mit dem Standard „Index 1,6“. Das mag jetzt jeder für sich selbst werten, Wecker selbst sieht da auch eher die anderen Filialisten in Zugzwang – lese ich jedenfalls zwischen den Zeilen.

Worüber ich vielmehr gestolpert bin, ist seine generelle Meinung über die Branche, die sich aus den benannten Stärken des Filialisten ableitet. Beispiel: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind herzlich, kompetent und durch unser Angebot zu festen, transparenten Preisen nicht unter Druck, teurere Gläser und andere Zusätze zu verkaufen.“ Damit nicht genug, er nennt sein Unternehmen auch „disruptiv“, weil: „wir sehr offen und humorvoll mit Kunden umgehen“, das sei einzigartig!

Einzigartig. Das ist wohl das Wort, das mich daran stört – zumal wir eyes + more doch bislang eher als Gegenentwurf zur traditionellen Augenoptik eingestuft haben!

Einzigartig möchte auch Hoya sein und bringt aus diesem Grund eine neue Generation ihrer Miyosmart-Brillengläser auf den Markt. Die optimierte Technologie dahinter soll fortschreitende Myopien nicht mehr nur bremsen, sondern auch stoppen und zukünftig gar reduzieren können. Wow! Haben Sie schon mit Myopie-Management in Ihrem Betrieb begonnen?

Es ist ohnehin bemerkenswert, was die Brillenglas-Hersteller leisten, jedes Beispiel in unserem EXTRA verdeutlicht den Spirit der Hersteller. Immer mehr Daten fließen in die Fertigung mit ein, mittlerweile werden nicht mehr nur die Augen und deren Zusammenspiel vermessen – dazu noch oft biometrisch   – sondern auch das grundsätzliche Sehverhalten. Und fortan wird es auch nicht mehr nur um das bestmögliche Sehen gehen, denn die Forschenden haben längst auch das Wohlbefinden und damit die Gesundheit der Brillenträger im Blick.

Ingo Ruetten c Focusblue Fotografie
Ingo Rütten (© Focusblue Fotografie)

Und bei Gesundheit wiederum sind wir ganz schnell beim Thema Screening. Auch hier gab es im Vorfeld dieser Ausgabe Zwischentöne, manche haben mich zur Recherche veranlasst – andere wiederum sind weder neu noch relevant. Nur so viel: Auch Transparenz ist nichts, das durch Einzigartigkeit an Wert gewinnt. Mehr Zwischentöne meinerseits gibt es dann weiter hinten in dieser Ausgabe, viel Spaß dabei!

 

Ihr Ingo Rütten

 

 

Artikel aus der eyebizz 3.2026 (Mai/Juni)