Die Idee entstand im Cockpit, denn: Unter dem Aviation‑Headset „versagen“ herkömmliche Brillen. Dominic Tirschmann und Timothy Spezia, beide in der ATPL‑Flugausbildung, entwickelten deshalb Fassungen aus Luftfahrt‑Titan und gründeten „solaero“.
Die Flugschüler Dominic Tirschmann und Timothy Spezia, die beiden Gründer von solaero (Bild: solaero)
Die solaero-Brillen sind flexibel genug für den Anpressdruck des Headsets, ultraleicht und hypoallergen. „Wir übersetzen klassisches Design in echten Piloten‑Komfort. Das ist solaero in einem Satz“, sagt Mitgründer Dominic Tirschmann. „Made for Pilots. Built by Pilots.“
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Die solaero-Geschichte beginnt auf der Schulbank
Dominic Tirschmann und Timothy Spezia lernen sich kennen in der ATPL-Theoriephase der Piloten-Ausbildung, derselbe Kurs, dieselbe Bank – und vom ersten Tag an eine Wellenlänge. Dann kamen die ersten Praxisflüge – und die Erkenntnis: Ihre Brillen waren für das Cockpit schlicht nicht gebaut. Bügel zu breit und zu steif – „das Noise Cancelling der Headsets konnte nicht abdichten, und dieser Druck auf den Schläfen flog jede Stunde mit“.
Aus dem Ärgernis wurde eine Idee, aus Mittagspausen wurden Konzept-Sessions zur neuen Brille. Das war im Frühjahr 2025. Der Name stand schnell fest: solaero, zusammengesetzt aus Sol und Air. Und Titan war als Material gesetzt: flexibel, ultraleicht, hypoallergen. Trotz Hochwertigkeit, solaero wollte sich bewusst als „Accessible Premium” positionieren: Luftfahrt‑Qualität, erreichbar aber auch für Flugschüler wie die beiden jungen Gründer.
Anfang 2026 waren die ersten Prototypen da, das Feedback aber noch nicht so toll: Bügel zu dick, falsche Materialien. „Die Überarbeitung zeigte uns, dass unsere Vision längst größer war als eine Sonnenbrille – also gründeten wir ein Unternehmen.“ Im März 2026 erfolgte die Firmengründung der solaero GmbH.
Aviation-Lifestyle – ohne Polarisation
Die Elevation Series ist für den Anfang als feste Kernkollektion angelegt. Anführer der Kollektion ist das Hero‑Modell Nomaed – eine runde Unisex‑Form, die überall funktioniert. Langfristig möchte die Marke solaero hochwertiges, erreichbares Equipment rund um den Aviation‑Lifestyle entwickeln.
Polarisierte Gläser sind das eine Feature, das fast jede „Aviator“-Sonnenbrille als Premium verkauft, sagen die beiden Gründer, und es ist das eine Feature, von dem Luftfahrt-Behörden Piloten im Cockpit aktiv abraten. Deshalb ist jedes solaero-Glas bewusst nicht polarisiert.
Warum das im Cockpit wichtig ist:
Instrumenten‑Sichtbarkeit – Polarisation kann die Sichtbarkeit von Displays mit Blendschutz-Filtern reduzieren oder auslöschen.
Windschutzscheiben‑Verzerrung – polarisierte Gläser verstärken Streifen-Muster in mehrschichtigen Cockpit-Windschutzscheiben.
Verkehrserkennung – überdeckt das Aufblitzen von Licht, das von der Tragfläche oder Windschutzscheibe eines anderen Flugzeugs reflektiert wird – und verkürzt Reaktionszeit in einer Ausweich-Situation.
LCD-Erkennbarkeit – reduziert Erkennbarkeit von Cockpit-Displays bei Sichtflug‑Referenz – verändert die Wolkenoptik und reduziert Boden-Reflexionen, die im Sichtflug (VFR) nützlich sind.
Im Cockpit sind polarisierte Brillen für Piloten nicht sinnvoll, weshalb dieses Feature bei solaero-Brillen bewusst weggelassen wurde (Bild: solaero)
Seit Juli sind die ersten sechs Modelle in insgesamt 16 Farb-Varianten auf den Markt, zunächst im Vertrieb über den Online-Shop. Aber die Zusammenarbeit mit Augenoptikern sei für eine der nächsten Stufen bereits fest eingeplant. Mehr Infos zu den „echten Pilotenbrillen“ unter www.sol.aero.