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Bekenntnisse von Dr. Hajo Schumacher

Achim Achilles outet sich als Sportbrillen-Schlampe

Sportbrillen: Hajo Schumacher alias Achim Achilles Das Biest
Outet sich als Sportbrillen-Schlampe: Hajo Schumacher alias Achim Achilles

Journalist, Moderator, Buchautor und vielen als Kolumnen schreibender Hobbyläufer „Achim Achilles“ bekannt, ist Hajo Schumacher eine feste Größe der deutschen Medienwelt. Augenoptiker*innen kennen ihn von Auftritten beim Trendforum, die nicht selten provozieren. So auch seine Antworten im eyebizz-Interview zum Thema Sportbrillen.

eyebizz: Als Achim Achilles warst du 15 Jahre lang der Breitensport-Laufpapst. Wie hielt er es mit Sportbrillen?

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Dr. Hajo Schumacher: Ich bin leider eine Brillen-Schlampe. All diese Kästchen und Täschchen sind immer weg, wenn ich eine Brille reinpacken will. Deswegen unterziehe ich jede Brille einem gnadenlosen Härtetest, ob in der Trikottasche oder im Sportbeutel. Mit Brillen ist es wie mit Triathleten: Nur die Härtesten kommen durch. Und das waren leider nur wenige.

Oft waren sie verkratzt, beschlagen oder beides. Der Spucketrick bei Schwimmbrillen hilft nur bedingt. Schweißsalzstreifen auf den Gläsern, während ich auf dem Rennrad mit Tempo 55 km/h fliege (na gut, bergab), dienen nicht der Verkehrssicherheit. Leider hat sich die Industrie vor allem auf sensibles Material konzentriert, das man bestenfalls beim Yoga gebrauchen kann.

Ups. Mit dem harten Urteil könntest du allein stehen. Moment: Du läufst, fährst Mountain Bike, schwimmst, hast an Triathlons teilgenommen. Wie viele Sportbrillen hast du?

Ungefähr ein Dutzend, die alle in einem Schuhkarton lagern, in dem ich sporthistorisch bedeutsame Exponate sammle, Brillen, Pulsuhren, Lampen, Dinge, die völlig nutzlos sind, aber mal teuer waren und deswegen zu schade zum Wegwerfen sind. Vielleicht können die Kinder später was damit anfangen.

Welchen Sportbrillen-Ausstattern vertraust du?

Edle Marken verunsichern die Gegner, weil der Preis nach Professionalität aussieht, ansonsten Modelle von A bis U und was man so an der Tanke findet, wenn man die Brille mal wieder zuhause vergessen hat.

Was war deine schlimmste Erfahrung?

Vollgelaufene Schwimmbrille bei schwerem Wellengang und noch zwei Kilometer zu schwimmen. Der Hersteller hatte andere Angaben gemacht.

Gibt es auch Sternstunden?

Ich bin mal mit Radhelm auf die Laufstrecke gerannt, die Brille steckte oben im Helm, während ich in allen Taschen suchte. Da haben noch mehr Menschen gejohlt als sonst.

Hajo Schumacher mit Schwimmbrille
Hajo Schumacher mit Schwimmbrille

Du hast noch nicht verraten, wer dich in Sachen Sportbrillen berät?

Solange ich Testmodelle bekam, habe ich getragen, was in der Post lag. Ansonsten: Alles was Jan Frodeno trägt. Der Mann hat Stil, was man nicht von allen Ausdauerathlet*innen sagen kann.

Kürzlich sieht man dich öfter mit Korrektionsbrille. Hattest du gerade dein Coming-Out als Brille tragender Presbyoper?

Als notorischer Optimist ging ich davon aus, niemals im Leben eine Brille zu brauchen. Doch irgendwann wurden die Buchstaben in der Zeitung immer undeutlicher. Meine Frau brachte mir Modelle aus dem Drogeriemarkt, um mich an Sehhilfen heranzuführen. Nach zwei Wochen fehlte überall mindestens ein Bügel, meist hatte ich mich draufgesetzt. Merke: Die hintere Jeanstasche ist kein guter Aufbewahrungsort.

Da ich ein Balancetalent bin, trug ich eine Weile einbügelige Modelle. Bei einer Online-Moderation fiel das auf. Daraufhin wies mich mein Brillen-Guru Jochen Reinke darauf hin, dass ich behämmert ausgesehen und mich bei jedem, der was von Brillen versteht, zum Deppen gemacht hätte. Ich verstand: Es ist vor allem eine Frage der sozialen Klasse, welche Brille man trägt. Jetzt habe ich auch was Ordentliches.

Und bei den Sportbrillen?

Da brauche ich Jochen noch mal.

Du sagst, du hast Angst vor Kontaktlinsen. Was haben sie dir getan?

Man muss sie sich ins Auge drücken – so weit bin ich noch nicht.

Warum machen wir Sport?

Weil die Familie nervt. Weil wir dem Alter davonrennen wollen. Weil wir für komplexere Hobbies zu untalentiert sind. Weil wir beim Grillfest mit dem Finisher-T-Shirt angeben wollen. Aber nie aus Spaß.

/// DIE FRAGEN STELLTE JÜRGEN BRÄUNLEIN

 

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