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28 Jahre bei Spectaris

eye stars: Peter Frankenstein

Nein, Peter Frankenstein war nie jemand, der gerne im Mittelpunkt des Interesses stand. So viel ist sicher. Und doch bleibt er jemand, für der persönliche Austausch höchste Priorität hat. Es kommt nicht von ungefähr, dass Peter Frankenstein in seinen 28 Jahren beim Industrieverband Spectaris als Leiter des Fachbereichs Consumer Optics und in ein paar anderen Funktionen immer ein gefragter Mann war – oder um es seinem Charakter entsprechend besser auszudrücken, seine Meinung gefragt war.

Peter Frankenstein, Spectaris
Der typische Düsseldorfer sagt Berlin „Tschüss!“: Peter Frankenstein verabschiedet sich nach 28 Jahren von der Branche. (Foto: Spectaris)

Nein, glücklicherweise ist Peter nicht von uns gegangen, aber offensichtlich hat er der Augenoptik Ende Juli endgültig den Rücken zugekehrt. Rein offiziell hat er sich in einer Abschiedsmail nach seinem selbst gewählten Rückzug von Spectaris an mir unbekannte Branchenteilnehmer und mich als Chefredakteur der eyebizz und langjährigen Wegbegleiter mit diesen Worten verabschiedet: „Unsere Wege werden sich vermutlich in diesem Leben nicht mehr kreuzen.“

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Nun wäre Peter nicht Peter, wenn er nicht ergänzt hätte: „Falls aber doch, würde es mich unheimlich freuen. Und auch dann würde ich mir vor allem eines wünschen: viel zu lachen.“ Auf die Lacherei mit dem Rheinländer aus Düsseldorf muss fortan auch Jörg Mayer als Geschäftsführer von Spectaris verzichten. Auch er hatte das anders geplant: „Ich wollte wirklich mit ihm gemeinsam in Rente gehen. Also, da hatte ich eigentlich die nächsten Jahre noch durchgeplant“, sagte Mayer kürzlich noch in einem Interview für eyebizz.

Was er nun machen wird, hat Peter Frankenstein offensichtlich bei Spectaris niemandem verraten. Dass dort in Berlin trotzdem sämtliche Türen offenstehen, falls er seine Entscheidung und den freiwilligen Abgang bereut, spricht für sich. Dass das Trendforum, um das sich Peter im Hintergrund seit etlichen Jahren mit gekümmert und mit entwickelt hat, dieses Jahr ausfällt, soll ein Zufall sein und nichts mit dem Entschluss zu tun haben. Das müssen und wollen wir dann mal glauben – und eigentlich ist es ganz gut so. Ein Trendforum ohne Peter Frankenstein in einer der ersten Reihen als stiller, nur scheinbar unbeteiligter Zuschauer? Lächerlich.

Wahrscheinlicher ist, dass der passionierte Fußballfan den Abstieg seines Clubs Fortuna Düsseldorf in die Dritte Liga nicht verkraften konnte und nicht darauf angesprochen werden mag. Und das, obwohl der typische Düsseldorfer als gesellig, charmant und pragmatisch gilt und im Alltag vor allem ein gutes, unkompliziertes Miteinander schätzt. Mal ehrlich an alle, die Peter Frankenstein persönlich kennen: Das hat Google doch für ihn geschrieben!?

Nun, lieber Peter Frankenstein: Dieser etwas andere eyestar geht also an dich, nicht für dein Lebenswerk, dafür ist es deutlich zu früh. Aber für deine knapp drei Jahrzehnte beim Verband und dein Wirken von Berlin hinaus in die Branche hinein. In Anlehnung an deine oben genannte Mail: Es war uns eine Ehre!

/// IR

 

Artikel aus der eyebizz 5.2026 (September/Oktober)