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Unter dem Motto: „The Season Starts Here“

SILMO Paris: Perspektiven neu definieren

Vom 25. bis 28. September wird die SILMO Paris in diesem Jahr auf dem Messegelände Villepinte wieder Treffpunkt sein für internationale Akteure mit einer umfangreichen Agenda und zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche ihren Wandel beschleunigt und ihre Perspektiven neu definiert.

SILMO Paris 2025 Eingang Trends Forum
Das „Trends Forum“ der SILMO zeigt die Haupttrends des kommenden Brillendesigns (Bild: SILMO Paris, Credit. Stéphane Laure)

Wie jedes Jahr möchte die SILMO die internationale Optik- und Brillenbranche in Paris zusammenbringen. Die Ausgabe 2026 möchte diese Dynamik fortsetzen und internationale Reichweite, vielfältige Fachkompetenz sowie die Fähigkeit vereinen, wichtige Marktveränderungen zu antizipieren.

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Mit dem selbstbewussten Slogan „The Season Starts Here“ kündigt die französische Fachmesse Innovationen, Smart Glasses, KI, Designtrends und nicht weniger als „die Zukunft der Augenoptik“ an. Alle Segmente der Branche sollen vertreten sein – von Brillenfassungen bis zu Gläsern, von Smart-Brillen bis zu Ausstattungs-Artikeln für den Einzelhandel sowie Dienstleistungen für Augenoptiker.

Die SILMO wächst laut Veranstalter weiter und bringt eine stetig wachsende Zahl von Akteuren aus allen Kontinenten zusammen. In diesem September werden bei der Messe voraussichtlich wieder nahezu 900 Aussteller und mehr als 1.500 Marken vertreten sein, die über 40 Länder repräsentieren.

Im vergangenen Jahr kamen 33.358 Fachbesucher (plus 6,5 Prozent gegenüber 2024), davon 52 Prozent internationale Besucher und 48 Prozent französische. Dabei präsentierten die Unternehmen 2025 ihr Know-how und ihre Ideen auf einer Ausstellungsfläche von 75.000 Quadratmetern.

What’s next? Das „Trends Forum“

Wer schon einmal einen Blick darauf werfen möchte, wohin die Reise bei den kommenden Brillenlooks geht, kommt am „Trends Forum“ der SILMO nicht vorbei. Anhand von vier Haupttrends präsentiert es eine kuratierte Auswahl an Korrekturfassungen und Sonnenbrillen aus den Kollektionen der ausstellenden Marken.

In diesem Jahr werden dort Brillen zum Ausdruck einer selbstbewussteren Selbstdarstellung. Die Mode setzt starke Akzente, bei denen jedes Detail zählt. Die vier Hauptrichtungen sind „Aura“ (The return of 90‘s glam), „Fance“ (Bold whimsy), „Charisma“ (Inspired contrast) und „Adrenaline“ (Vibrant Tech).

Think-Tanks und Einblicke

Als Thinktank innerhalb der Messe beleuchtet „SILMO Next“ die Umwälzungen, die die Augenoptik neu gestalten – an der Schnittstelle von technologischer Innovation, sich wandelnden Nutzungs-Gewohnheiten und neuen Wirtschafts-Modellen. Im Zentrum dieser Dynamik bringt „The Tech Village“ Unternehmen und Experten zusammen, um konkrete Lösungen zu erarbeiten. Als Raum für Experimente konzipiert, präsentiert es Fortschritte in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz, Daten, vernetzte Brillen und digitale Dienste.

SILMO Paris 2025 Talks
Im Bereich „SILMO Talks“ teilen ­Expertinnen und Fachleute ihr Wissen (Bild: SILMO Paris, Credit: Stéphane Laure)

„Die SILMO Paris unterstützt Fachleute in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen. Mit SILMO Next und dem dazugehörigen Tech Village bietet die Messe wichtige Einblicke, um die Veränderungen in der Branche zu verstehen und alle damit verbundenen Chancen zu nutzen“, erklärt SILMO -Präsidentin Amélie Morel.

Im Bereich „SILMO Talks“ und „SILMO Academy“ teilen Forscher, Experten und Fachleute ihr Wissen im Rahmen inspirierender und zukunfts-weisender Konferenzen, mit einem Programm, das darauf abzielt, Kompetenzen zu erweitern, Praktiken zu hinterfragen und neue Horizonte zu eröffnen.

Auszeichnungen für Spitzenleistungen

Good eye on the planet: Aufbauend auf dem vor drei Jahren ins Leben gerufenen „Responsible Company Prize“ richtet die SILMO am Eingang der Messe in Halle 6 einen brandneuen, 128 Quadratmeter großen Bereich ein, der ganz den Themen „Impact“ und CSR gewidmet ist. In Zusammenarbeit mit einer CSR-Agentur werden in diesem Bereich Initiativen und Unternehmen der Branche vorgestellt, die mit innovativen Ansätzen ihren ökologischen Fußabdruck verringern und ihren sozialen und gesellschaftlichen Einfluss stärken.

SILMO Paris 2025 Halle Wegweiser
Die SILMO ­Paris bietet auch in diesem Jahr wieder jede ­Menge Themen und Bereiche (Bild: SILMO Paris, Credit: Stéphane Laure)

„International Optician of the Year“: Dieser Preis wird von der International Opticians Association (IOA) in Zusammenarbeit mit der SILMO verliehen und würdigt das Engagement und die Vision von Augenoptikern, die den Berufsstand voranbringen.

Als besonderes Highlight zeichnen die „SILMO d’Or“-Awards jedes Jahr die bemerkenswertesten Innovationen und Kreationen im Optik- und Brillenbereich aus, Dieses Jahr zum inzwischen 33. Mal. Diese international renommierten Auszeichnungen möchten herausragende Leistungen, Kreativität und Mut bei Unternehmen und Designern würdigen und gleichzeitig wichtige Markttrends aufzeigen.

Für 2026 hat die Messe in Paris Joachim Froment zum Vorsitzenden der Jury ernannt, einen in Brüssel ansässigen Industriedesigner und Kreativdirektor, der mit mehreren internationalen Auszeichnungen geehrt wurde – darunter iF Design Awards, Good Design Awards und Core77 Awards. Als Absolvent des Royal College of Art in London hat Froment eine kreative Sprache entwickelt, die zugleich zukunftsweisend, skulptural und einfühlsam ist und sich am Prinzip der „Agape“ orientiert, bei dem menschliche Erfahrung und die Zukunft des Ökosystems elegant miteinander koexistieren.

Nachdem er seine Karriere in Kopenhagen an der Seite führender skandinavischer Namen begonnen hatte, war er Mitbegründer von Futurewave, einem Design- und Technologie-Studio, das mit weltweit führenden Unternehmen wie Renault, LVMH, Richemont und wegweisenden Tech-Firmen zusammenarbeitet.

SILMO Paris 2025 SILMO d'Or Manti Manti
Im vorigen Jahr gewann das Label Manti Manti einen „SILMO d‘Or“ in der Kategorie Kinderbrillen (Bild: SILMO Paris, Credit: Sacha Lenormand)

„Mit dieser Präsidentschaft setzt der SILMO d’Or sein Bestreben fort, kreative Bereiche zu erkunden, in denen Innovation, Nutzung und Emotionen mit den großen Umwälzungen in Wechselwirkung treten, die die heutige Welt prägen. Joachim Froments interdisziplinäre Perspektive an der Schnittstelle von Design, Technologie und menschlicher Erfahrung wird eine Ausgabe begleiten, deren Schwerpunkt auf Kreationen liegt, die die Grenzen der Innovation erweitern und die Nutzungsmöglichkeiten der Zukunft für die moderne Optik gestalten.“

Nutzungsmöglichkeiten der Zukunft

Apropos Nutzungs-Möglichkeiten: Für die Ausgabe 2026 des ebenfalls in Paris zu vergebenen Optical Design Contest zum Thema „Die Zukunft der Optik: Welche Vision?“ (Juryvorsitz: Olivier Lapidus) wurden im Vorfeld zehn Projekte nominiert. Designstudenten aus aller Welt bekommen hier jedes Jahr Gelegenheit, Brillen aus der Perspektive von Design, Innovation und neuen Anwendungs-Möglichkeiten neu zu denken.

Die Nominierten in diesem Jahr sollen laut Ver­anstalter die Vielfalt der Designkulturen und die Krea­tivität einer neuen Generation widerspiegeln und ­mutige Konzepte präsentierten, die bereits jetzt die ­Diskussion über die Zukunft der Augenoptik mitprägen. Darunter sind zum Beispiel:

  • Ein hochwertiges System für gehörlose und sehbehinderte Nutzer, inspiriert von der Gottes-Anbeterin. Ein stabilisierender Flügel ermöglicht es, die Fassung nach dem Abnehmen in ein eigenständiges Hör-Implantat zu verwandeln, das von einer speziellen Mikrobatterie mit Strom versorgt wird (Alogaki – Elsa de Miguel / Paula Gómez / Adriana González – Universidad de Valladolid, Spanien).
  • Eine intelligente Brille für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, die unter Konzentrations-Schwierigkeiten, Angstzuständen, Überempfindlichkeit oder Störungen der Emotionsregulation (ADHS, ASD) leiden. Ein integrierter Herzfrequenz-Sensor überwacht kontinuierlich den Herzschlag des Kindes und löst elektrochrome Gläser aus, die bei steigendem Stressniveau allmählich ihre Farbe ändern und den Kindern so helfen, ihre Emotionen zu erkennen und auszudrücken (Emoslow – Océane Gallais – CY Cergy Paris Université, Frankreich).
  • Brillen, die nicht hergestellt, sondern gezüchtet werden – aus Myzel, das auf landwirtschaftlichen Abfällen kultiviert, geformt und durch eine schonende Wärmebehandlung stabilisiert wird. Das Ergebnis ist eine Brillenfassung, die zu 100 Prozent biologisch abbaubare und kompostierbare sein soll, wobei jedes Stück als natürliches Unikat „heranwächst“ (Spora – Mateo Caballero Rodrigo / Mario Carrasco García / Gabriel Casado Matesanz – Universidad de Valladolid, Spanien).

Die zehn nominierten Projekte werden auf der SILMO 2026 präsentiert, bevor ein Gesamtsieger gekürt wird. Das Gewinnerprojekt erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, das zu gleichen Teilen zwischen dem oder den Studierenden und ihrer Bildungseinrichtung aufgeteilt wird.

SILMO Paris 2025 Optical Design Contest Gaia
Beim Optical Design Contest 2025 gewann Gaia (Mitte), hier mit ­ SILMO -Präsidentin Amélie Morel und dem damaligen Jury-Präsidenten Michel Penneman (Bild: SILMO Paris, Fotocredit: Stéphane Laure)

Mehr vor Ort gibt es vom 25. bis 28. September in Paris Nord Villepinte (www.silmoparis.com). Dort wird auch der Gewinner des eyebuzz Award 2026 geehrt, einer Kooperation der SILMO Paris und eyebizz, um Start-ups international Sichtbarkeit zu verschaffen.

/// PE

 

Artikel aus der eyebizz 5.2026 (September/Oktober)