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Sklera

Die Sklera (auch Sclera, Lederhaut) bezeichnet die aus Kollagen und anderen elastischen Fasern aufgebaute äußere Schicht des Augapfels (Bulbus oculi) und bildet zusammen mit der Cornea die äußere Augenhaut (Tunica externa bulbi). Sie ist das Schutz- und Stützgerüst des Augapfels, das mit Ausnahme der Hornhaut den gesamten Augapfel und den Sehnerv bis zur äußersten Schicht der Hirnhäute (Dura mater) umspannt. Die runde Form des Augapfels wird maßgeblich durch den Augeninnendruck gegen die Sklera geformt; außen liegen die Augenmuskeln an.

Die Sklera weist eine Dicke von 0,3 bis 1 mm auf, wird am vorderen Pol von der Bindehaut überzogen und ist in insgesamt drei Schichten geteilt: Die äußersten Schicht bildet die Episklera (Lamina episcleralis), die mit Kapillaren durchzogen ist und in der sich auch eingestreute Immunzellen finden. Darunter liegt die Substantia propria, die aus 0,5 bis 6 µm langen stark verflochtenen Kollagenfibrillen besteht. Die zuunterst liegende Schicht, Lamina fusca, ist aus einer dünner Lage Fibrillenbündel aufgebaut, die gitterartig vorliegen. Melanozyten und Fibroblasten sind in diese Schicht eingelagert, die ohne direkte Grenze in die Aderhaut übergeht.

Grundsätzlich können gesundheitliche Probleme mit der Sklera drei Ursachen haben:

  1. Eine Verletzung der Sklera durch äußere Einwirkung (z. B. Schnittverletzungen).
  2. Eine Autoimmunerkrankung, wie etwa Rheuma oder Gicht.
  3. Eine bakterielle oder virale Infektion, z. B. Syphilis, Herpes oder Borreliose.

Eine autoimmunbedingte Episkleritis (Gewebeentzündung zwischen Binde- und Lederhaut) oder Skleritis (Entzündung der Lederhaut) ist häufiger als eine durch Bakterien oder Viren hervorgerufene Erkrankung. In jedem Fall bedarf eine Verletzung oder Entzündung, die auch leicht mit eine Bindehautentzündung zu verwechseln ist, sowie eine Gelb- oder Blaufärbung der Sklera eine Abklärung beim Augenarzt.