Produkt: eyebizz  4/2019
eyebizz 4/2019
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Analyse des GTAI

Stabile Geschäfte für die Augenoptik in Japan

(Tokyo, Japan) – In loser Folge informiert das GTAI (Germany Trade & Invest, Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing), gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über Märkte im Ausland. Ende 2019 analysierte man dort die Augenoptik-Branche in Japan.

Tokio, Japan
Tokio, Japan (Bild: Pixabay)

Dem Bericht nach werde sich in Japan die Nachfrage nach Korrekturhilfen weiter gut entwickeln. Im Detail: „Der Einzelhandelsumsatz mit Augenoptik in Japan lag laut Marktforscher Yano Research 2018 bei 4,6 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies auf Yen-Basis einen leichten Zuwachs von 0,7 Prozent. Der Markt für Brillen, Kontaktlinsen und Sonnenbrillen soll sich mittelfristig weiterhin stabil entwickeln, auch wenn die Bevölkerung schrumpft.“

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Besonders beliebt in Japan seien Kontaktlinsen, vor allem bei den Frauen. „Laut Japan Contact Lens Association hat dieses Marktsegment in Nippon eine Größenordnung von circa 2,1 Milliarden US-Dollar. Davon sind über 90 Prozent Einwegkontaktlinsen, die zunehmend online gekauft werden.“

Import von Branchenerzeugnissen nimmt zu

Das Angebot an Kontaktlinsen in Japan werde hauptsächlich durch Importe bedient und habe weiter zugenommen: „Nippons Einfuhrwert stieg 2018 um 5,6 Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar. Insgesamt beliefen sich die Importe von Augenoptik auf über 2 Milliarden US-Dollar, so die Angaben von UN Comtrade.“

GTAI - Augenoptik Japan - Einfuhren

Wichtiger Produktionsstandort für Fassungen und Gläser

Fassungen und Brillengläser werden zum Großteil noch in Japan hergestellt, vor allem in Sabae City in der Präfektur Fukui, wo etwa 95 Prozent der Sehhilfen gefertigt werden, wenn auch die Zahl der dort produzierenden Betriebe über die letzten Jahre zurückgehe.

„Dennoch konnten nach letztverfügbaren Zahlen von 2017 die Lieferungen japanischer Hersteller gegenüber 2016 auf Yen-Basis um 13,6 Prozent zulegen. Handarbeit spielt zwar immer noch eine große Rolle; jedoch halten auch hier Automatisierung sowie neue Besitzer Einzug. Beispielsweise hat der italienische Luxusmarkenhersteller Luxottica 2018 einen beherrschenden Anteil am Hersteller Fukui Megane gekauft“, heißt es in der Analyse von GTAI.

GTAI - Japan - Augenoptik Lieferungen

Bedarf in Japan verschiebt sich

Jeder Kontaktlinsen-Träger dort benötige mindestens eine Brille, was die Nachfrage nach Fassungen und Gläsern fördere. Darüber hinaus würden Handelsketten mit Zweit- und Drittbrillen werben. Der Eintrittspreis für Standardbrillen liege bei moderaten 5.000 Yen (etwa 45 US-Dollar), ohne Extras versteht sich. Führende Einzelhändler seien hier Meganetop, JINS und Miki Holdings.

„Sonderwünsche kommen jedoch zunehmend vor, denn der Anteil der älteren Menschen, die bifokale Brillen nachfragen, nimmt zu. Aber auch bei Jüngeren steigt der Bedarf an funktionalen Brillen, wie etwa solchen mit Blaulichtfiltern, um die Augen bei Bildschirmarbeit zu schützen. Im September 2019 hat der Hersteller JINS eine neue Technologie vorgestellt, die dadurch, dass die Brille violettes Licht ausstrahlt, vor Kurzsichtigkeit schützen soll.“

GTAI - Augenoptik Japan - Ausgaben Sehhilfen

Harter Konkurrenzkampf unter den Augenoptikern

Die Zahl der Augenoptik-Fachgeschäfte habe in Japan laut GTAI über die letzten Jahre abgenommen: „So verzeichnete der Census of Commerce des Wirtschaftsministeriums 2004 etwa 21.400 Geschäfte; im Jahr 2018 waren es dann nur noch 17.636 Läden. Dabei verschwinden nicht nur inhabergeführte Geschäfte; auch die Ketten, die in einem intensiven Wettbewerb stehen, sind betroffen.“

Trotzdem entstünden in Japan immer wieder neue Kettenläden, wie z.B. owndays. Finanzkräftige Partner wie L Catterton Asia und Mitsui seien hier die Initiatoren und machten mit modernem Ladendesign, neuestem Equipment sowie schnellem Service den traditionellen Augenoptikern das Überleben immer schwerer. „Für diese sind die bedienten Standorte sehr wichtig, da die Vororte der Städte und die ländlichen Regionen für die Kettenläden weniger interessant sind.“

GTAI - Augenoptik Japan - Brillenunternehmen

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht und Zoll in Japan können Sie hier abrufen.

 

Quelle und Tabellen: GTAI

 

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