Die Macherinnen der Augenoptik - Dieses Mal:

Sigrid Meuselbach – Die rotbebrillte Trainerin

eyebizz will die Frauen in der Augenoptik beim Ausschöpfen ihrer beruflichen Talente unterstützen und konnte die Kommunikationsexpertin Sigrid Meuselbach für das erste eyebizz-Seminar überhaupt, einen interaktiven Workshop gewinnen, der heute in Bergisch Gladbach stattfindet. Thema: Chefin? Na klar! 

eyebizz 70 Frauen: Sigrid Meuselbach
Ausgezeichnet als „Top Coach 2016“ – Sigrid Meuselbach: „Ich bringe Frauen in Führung und helfe Männern, damit zu leben.“

Nein. Sie ist keine Feministin. Sigrid Meuselbach hat gleichermaßen ein Herz für Frauen und Männer.

Seit mehr als 25 Jahren thematisiert die Kommunikationsexpertin weibliche Verantwortung in Unternehmen und brennt dafür, Frauen beim Ausschöpfen ihrer beruflichen Talente zu unterstützen. „Laut Berechnungen der UNO kann es beim jetzigen Tempo noch 950 Jahre dauern, bis eine berufliche Gleichberechtigung von beiden Geschlechtern erreicht ist. Woran liegt das?“ Solche Fragen treiben sie um.

Zwei ausschlaggebende Faktoren sind es, die Frauen in führende Positionen bringen: Mut zu beweisen und die richtigen Strategien an den Tag zu legen. Denn bisher gaukeln Erfolge in Schule, Studium und Beruf Frauen oft nur vor, als stünden ihnen alle Türen offen. Im Job gelten andere Spielregeln als im Hörsaal, analysiert Meuselbach. Ihr Ansatz ist kämpferisch und pragmatisch zugleich. Einerseits spricht sich die Buchautorin für Frauenrechte aus, andererseits setzt sie auf die Kooperation mit dem männlichen Geschlecht. Denn von Geschlechterkampf und falscher Gleichmacherei hält die studierte Pädagogin gar nichts.

Und doch

Oft sind es noch die Frauen, die den Großteil der Erziehungs- und Hausarbeit wuppen. Bei Meuselbach wird das Thema unter dem Kapitel „Karriere beginnt am Küchentisch“ abgehandelt. Da blitzt dann doch ein bisschen Geschlechterkampf auf. Welche Frau kennt das Phänomen nicht, dass der Göttergatte zwar alle nur denkbaren Tricks bei Apps des Smartphones kennt, womöglich sämtliche aktuellen Bundesliga-Ergebnisse auf Knopfdruck präsent hat – doch wie die Waschmaschine funktioniert, bleibt den Herren zeitlebens ein Rätsel.

Auch der bei Meuselbach stets präsente männliche Trainingspart meint: „Wenn Frau nicht weiß, was sie will und nicht klar Stellung bezieht, darf sie sich über das Ergebnis nicht wundern.“ Tatsächlich flankiert immer ein männlicher Coach die Seminare, damit in Rollenspielen auch die männliche Sicht auf Körpersprache, „Lächelreflex“ und ähnliches mehr ungeschönt einfließen kann.

Apropos Dauerlächeln

Wenn die Lage ernst ist, ernst schauen. Wer nach oben will, kann nicht immer nur Streicheleinheiten bekommen. Selbstmarketing wird zum Muss. Was lernen wir daraus? Unsere traditionellen Rollenmuster behindern den Weg zu einem gleichberechtigten Berufsalltag für Frauen und Männer. Wer dem entgegenarbeiten will, sei das Buch empfohlen: „Weck’ die Chefin in dir! 40 Strategien für mehr Selbstbehauptung im Job.“ Lieber lesen und handeln, als den eigenen Erfolg verschlafen.

||| CH

 

Redaktion
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