Jahresabschluss 2019 und Q1 2020

Fielmann-Zahlen mit Plus und Minus

Die Fielmann AG gab die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 bekannt. Sowohl beim Brillen-Absatz als auch bei den Umsatzzahlen konnte der Konzern sich erneut steigern. Die ebenso veröffentlichten Ergebnisse des ersten Quartals 2020 spiegeln aber bereits erste negative Auswirkungen der Corona-Krise wider.

Fielmann-Zahlen für 2019

Der Aufsichtsrat der Fielmann AG hat in seiner Sitzung am 16. April 2020 den Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr festgestellt. Fielmann erhöhte demnach 2019 seinen Absatz auf 8,28 Millionen Brillen (Vorjahr: 8,15 Millionen). Der Außenumsatz inklusive Mehrwertsteuer wuchs auf 1,76 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,65 Milliarden Euro), der Konzernumsatz wuchs auf 1,52 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,43 Milliarden Euro). Das Vorsteuerergebnis beträgt 253,8 Millionen Euro (Vorjahr: 250,9 Millionen Euro), der Jahresüberschuss 177,3 Millionen Euro (Vorjahr: 173,6 Millionen Euro).

Corona-Krise und das erste Quartal 2020

Die Coronavirus-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag und das Geschäftsleben in Europa, zog im ersten Quartal 2020 in vielen Ländern weitreichende staatliche Schutzmaßnahmen nach sich. Beginnend mit den landesweiten Schließungen von Geschäften in Italien ab Mitte März, hat Fielmann sukzessive in allen Kern- und Wachstumsmärkten den Regelbetrieb der Niederlassungen eingestellt. Der Umsatz sei übergangsweise um mehr als 80 Prozent zurückgegangen.

Fielmann AG - FirmenlogoDas wirkt sich auch auf die Zahlen von Fielmann aus: Der Absatz des ersten Quartals 2020 sank um 14,4 Prozent auf 1,70 Millionen Brillen (Vorjahr: 1,99 Millionen Brillen). Der Außenumsatz, einschließlich Mehrwertsteuer und Bestandsveränderungen, auf 407,4 Millionen Euro (Vorjahr: 437,6 Millionen Euro). Der Konzernumsatz verminderte sich nach einer guten Entwicklung im Januar und Februar auf 355,3 Millionen Euro (Vorjahr: 371,8 Millionen Euro).

Der Gewinn vor Steuern beträgt 17,6 Millionen Euro (Vorjahr: 67,2 Millionen Euro), der Quartalsüberschuss 11,8 Millionen € (Vorjahr: 46,9 Millionen Euro).

Zum 31. März 2020 verfügte Fielmann über 776 Niederlassungen (Vorjahr: 737 Niederlassungen), davon 209 Standorte mit Hörakustikstudios (Vorjahr: 198 Standorte).

Seit dem 27. April 2020 bietet die Optik-Kette in allen Niederlassungen wieder den gewohnten Service während der regulären Öffnungszeiten. Die Anzahl der Kunden in den Niederlassungen werde jedoch begrenzt, eine vorherige Terminvereinbarung erbeten.

Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Mit Einsetzen der Krise hat Fielmann frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die Liquidität des Familienunternehmens und damit auch die Arbeitsplätze zu sichern. So seien alle nicht zwingend notwendigen Kosten gestrichen worden. Zur Stärkung der Liquidität schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten, damit Liquidität in Höhe von 163,8 Millionen Euro im Unternehmen verbleiben kann. Für eine Mehrheit der Mitarbeiter wurde bereits im März Kurzarbeit angemeldet. Fielmann habe die Nettobezüge der betroffenen Mitarbeiter auf 100 Prozent aufgestockt.

 

Quelle: Fielmann AG

 

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