Umsatzmarke von 100 Mio. Euro angepeilt

Eyes+More: ehrgeizige Expansionspläne

(Hamburg) – Geht es nach Tammo Bruns, Geschäftsführer der Optik-Kette Eyes+More, soll die Brille reines Fashion-Accessoire werden, gänzlich weg vom „medizinischen Hilfsmittel“. Weitere geplante Filialen in der Nähe von Modeketten und ein entsprechendes Produktangebot sollen dies weiter forcieren. Mit dieser Strategie will Bruns bis 2020 die 100-Millionen-Euro-Marke im Umsatz erreichen.

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Die Website von Eyes+More (screenshot)

2013 hatte Tammo Bruns die Leitung der Optik-Kette übernommen und seitdem fleißig am neuen Konzept gearbeitet: Die Brillen sollen noch mehr zum Mode-Accessoire werden; ähnlich wie Schuhe sollen die Kunden sehr viel mehr Exemplare davon besitzen als nur beispielsweise für Ferne und Nähe. Da scheinen deutlich die beruflichen Wurzeln des 45-jährige Betriebswirts hervor, der aus der Modebranche kommt, zuletzt bei der Schmuckmarke Pandora wirkte.

Strategie “reines Mode-Accessoire” mit Emotionen

Dafür würden die Schaufenster öfter umdekoriert, die Nähe zu Fashion-Ketten gesucht. Kontaktlinsen werden gar nicht angeboten. Die niederländische Kette Eyes+More setze lieber auf Festpreise und Eigenmarken bei Brillen. Von der üblichen Glasberatung halte Bruns nichts, weil seiner Meinung nach zu intransparent und teurer als notwendig.

Die festen Preise sollen die Kundenbindung unterstützen und mehr Emotionalität ins Produkt bringen, weg vom Touch des medizinischen Hilfsmittels. Trotzdem wolle man nicht in die Richtung des aggressiven Preis-Dumpings gehen wie etwa mancher Online-Optiker. Über die Website von Eyes+More sollen die Kunden hauptsächlich in die Läden gezogen werden.

Nach Konsolidierungsphase jetzt Wachstum

Bereits im vergangenen Jahr sei die Optik-Kette mit 24 Läden ordentlich gewachsen, und in diesem Jahr sind bis jetzt wieder acht Filialen dazugekommen. Mit 143 Geschäften (in Deutschland 103) befinde sich Eyes+More im Ranking an vierter Stelle – hinter Fielman, Apollo und Pro-Optik. Geplant seien hierzulande für 2017 noch weitere 15 Geschäfte, und auch neue Märkte in weiteren Ländern sollen dazukommen.

Aber auch bei den Niederländern bremse der Fachkräftemangel die weitere Expansion. Aus diesem Grund setze man zunehmend auf Franchise-Filialen, von denen es in Deutschland inzwischen 19 geben soll.

Bis 2020 strebe Bruns so im Umsatz die ehrgeizige 100-Millionen-Euro-Marke an. Im vergangenen Jahr habe dieser nach Unternehmensangaben bei rund 57 Millionen Euro gelegen.

 

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Redaktion eyebizz
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